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Bild oben: Übersetzungs- und Gemeindegründungsteam im Norden Mosambiks.
In Mosambik gibt es beides: Volksgruppen mit langjährig gewachsenen christlichen Gemeinden und Volksgruppen, in denen es kaum Christen und noch keine etablierten Gemeinden gibt. In beiden Situationen spielt die Bibel in der eigenen Sprache eine entscheidende Rolle.
Bestehende Gemeinden stärken
Zu den Volksgruppen mit einer lebendigen christlichen Tradition gehören die Nyaringa im Zentrum Mosambiks. Rund 200.000 Menschen zählen zu dieser Gemeinschaft. Seit Jahrzehnten nutzen die Pastoren dort Bibeln in der Landessprache Portugiesisch für ihre Arbeit. Gleichzeitig wissen sie, dass viele Menschen ihrer Volksgruppe nur wenig oder gar kein Portugiesisch sprechen. Die biblischen Inhalte müssen in die lokale Sprache übertragen werden, damit Gottes Botschaft wirklich ankommt.
Vor knapp drei Jahren kam ich durch einen Freund mit einer Gruppe von etwa 20 Nyaringa-Pastoren aus verschiedenen Denominationen in Kontakt. Sie verbindet ein großes gemeinsames Anliegen: die Übersetzung der Bibel in ihre Sprache. Sie wünschen sich, dass ihre Gemeindemitglieder und die gesamte Volksgruppe einen direkten Zugang zu Gottes Wort erhalten. Die Bereitschaft vor Ort ist groß und es gibt Menschen, die sich aktiv an der Übersetzung beteiligen möchten. Es fehlt jedoch noch an fachlicher Begleitung und den notwendigen finanziellen Mitteln, um das Projekt umzusetzen.
Bitte beten Sie mit, dass Gott Türen öffnet und die Nyaringa sein Wort bald in ihrer eigenen Sprache lesen und hören können.
Nyaringa-Pastoren aus verschiedenen Denominationen.
Neue Gemeinden entstehen lassen
Ganz anders ist die Situation im Norden Mosambiks. Dort lebt eine Volksgruppe, unter der es bislang nur wenige Christen und noch keine etablierten Gemeinden gibt. Eine unserer Partnerorganisationen bereitet derzeit ein Gemeindegründungsprojekt vor. Auch hier ist der Wunsch nach einer Bibel in der Muttersprache zentral – damit Menschen Gottes Botschaft in ihrer Herzenssprache begegnen und neue Gemeinden entstehen können.
Das Übersetzungsprojekt für diese Sprache begann vor mehr als zehn Jahren. Ein Christ aus der Volksgruppe bat einen Wycliff-Mitarbeiter, ihn bei der Übersetzung der Bibel für sein Volk zu unterstützen. Inzwischen sind etwa die Hälfte des Neuen Testaments sowie einige Teile des Alten Testaments übersetzt.
Bitte beten Sie dafür, dass Gott dem Gemeindegründungsteam offene Türen schenkt und die Menschen für seine Botschaft vorbereitet. Beten Sie auch für das Übersetzungsteam, dass es trotz aller Herausforderungen motiviert und ausdauernd bleibt.
Beide Beispiele zeigen, wie eng Bibelübersetzung und Gemeindeentwicklung miteinander verbunden sind. In der einen Situation soll Gottes Wort in der Muttersprache bestehende Gemeinden stärken. In der anderen hilft es mit, neue Gemeinden entstehen zu lassen. Die Herausforderungen sind unterschiedlich, doch das Ziel ist dasselbe: Menschen sollen Gottes Wort verstehen und von ihm verändert werden.
Vielen Dank, dass Sie diese Arbeit durch Ihr Gebet begleiten.
Autor
Christoph Zaiser lebt und arbeitet mit seiner Familie seit drei Jahren in Mosambik. Aktuell ist die Familie im Heimataufenthalt und freut sich auf ihren Familienzuwuchs.