Menschen in Papua New Guinea

New Ireland Province: Gottes Wort erreicht Menschen

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Eine Sprache, die niemand mehr wollte

Unsere Sprache braucht ihr nicht erforschen; sie ist es nicht wert. Wir möchten sie am liebsten gar nicht mehr sprechen.“

Mit diesen Worten begegneten die Kuot aus der New Ireland Province in Papua-Neuguinea den ersten Wycliff-Mitarbeitern. Für ein Volk mit nur etwa 2.400 Sprechern klang das wie ein klares Signal: Diese Sprache steht vor dem Aussterben.
Warum also Zeit, Kraft und Geld in eine Bibelübersetzung investieren?

Doch ein koreanisches Wycliff-Ehepaar ließ sich davon nicht abschrecken. Sie zogen zu den Kuot – und entdeckten den wahren Grund für diese ablehnende Haltung: Die Menschen waren überzeugt, dass ein Fluch auf ihrem Volk lag. Ihre Vorfahren waren Kannibalen gewesen – und diese Vergangenheit ließ sie ihre eigene Sprache ablehnen.
Trotzdem wurde weitergearbeitet.

Als im Jahr 2001 das Neue Testament in Kuot fertiggestellt wurde, veränderte sich etwas Grundlegendes: Die Menschen begannen, ihre Sprache wieder mit Stolz zu sprechen. Sie entdeckten ihre Identität neu – als Volk und im Glauben an Jesus Christus.

Heute gehen Kuot-Christen sogar aktiv auf andere Volksgruppen zu, um ihnen die Botschaft weiterzugeben. Aus einem Volk, das sich als verflucht sah, ist ein Volk geworden, das anderen zum Segen wird.

Quelle

Aus dem Wycliff-Archiv.