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Sessel

mit Markus Tempels – Leiter Internat. Tagungszentrum Karimu

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Vom Kundendienst zum Gästebetrieb

In Holzhausen ist Markus Tempels schon als Leiter der EFG Hickengrund bekannt. Der gelernte Industriekaufmann wohnt mit seiner Familie in Oberdresselndorf. Nach 26 Jahren im Nutzfahrzeugaußendienst hat er jetzt seinen Arbeitsort in die Heimat verlegt – als Leiter des Internationalen Tagungszentrums Karimu.

Gebet volk

Markus, du bist seit Januar 2025 offiziell Leiter von Karimu. Was hat dich gereizt, dich auf die Stelle zu bewerben?

Als ich zum ersten Mal darauf angesprochen worden bin, dass Karimu einen neuen Leiter sucht, habe ich gedacht, dass ich nicht der bin, den sie suchen. Der Wunschkandidat sollte nämlich Erfahrungen im Hotelgewerbe haben.
Als ich dann mehrmals darauf angesprochen worden bin, habe ich mich zu einer Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch entschieden. 
Vorher habe ich als Vertriebler im Außendienst gearbeitet und Nutzfahrzeuge verkauft. Dadurch habe ich viele Unterkünfte gesehen und wusste, auf was ich bei Karimu achten muss. 
In meiner Freizeit leite ich ehrenamtlich eine große Gemeinde, die EFG in Holzhausen. Dadurch habe ich viel Erfahrung im Kontakt mit Menschen. Ich glaube, letztlich hat die Kombination aus dem Umgang mit Zahlen, Menschen, Leitungsaufgaben und die Beziehungen in den Ort dazu geführt, dass ich genommen worden bin. Für mich war es im Nachhinein Gottes Führung, dass ich hier gelandet bin. Ich habe das Gefühl, es ist der richtige Platz.

Jetzt hattest du schon ein bisschen Zeit, dich einzuarbeiten. Was ist deine überraschendste Entdeckung über Karimu bis hierher?

Mich beeindruckt besonders die Vielfalt der Leute, die hierherkommen: Wycliff-Mitarbeiter weltweit reisen zu Heimataufenthalten oder Veranstaltungen an, Gemeinden machen hier ihre Freizeiten, Werke und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen veranstalten hier Tagungen oder Fortbildungen. Dazu kommen noch Gäste für Einzelübernachtungen.

Wo siehst du die größten Herausforderungen?

Die Strukturen im Haus müssen überarbeitet und zum Teil neu aufgebaut werden. Karimu gibt es schon seit 9 Jahren. Aber trotzdem ist das Haus wenig bekannt im Umfeld. Es zeigt sich zum Beispiel, dass die meisten Leute gar nicht wissen, dass man hier privat für eine Nacht ein Zimmer buchen kann. Das möchte ich ändern.

Was wünschst du dir in Bezug auf Karimu?

Ich wünsche mir, dass Karimu wirklich eine Anlaufstelle für alle wird. Und wünsche mir, dass Karimu als Dienstleister für den Hickengrund eine Anlaufstelle wird, wo Menschen eine gute Möglichkeit zum Übernachten finden oder auch ihre Tagungen und Schulungen durchführen können. Dass wir Menschen einen wichtigen Dienst erweisen können, indem wir ihnen eine Unterkunft bieten. Ich wünsche mir, dass sie hier ein Stück Zuhause in einer fremdem Umgebung finden.

Was darf gerne bleiben, wie es ist?

Ich freue mich über die Freundlichkeit der Mitarbeiter gegenüber Gästen und über die Sauberkeit des Hauses. Ich habe auf vielen beruflichen Reisen viele Hotels gesehen, und ich wäre froh gewesen, wenn die alle so gewesen wären.

Zum Schluss noch zwei private Fragen:

Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht in der Gemeinde bist?

Ich versuche, einmal im Jahr ins Stadion zu fahren.

Hast du eine Lieblingssüßigkeit?

Ja, Fleischwurst!

Interview: Ramona Eibach, Pressereferentin Wycliff e. V.

Tagungszentrum karimu