Gestrichene Wand im Karimu

Handwerk ist meine Herzenssache

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Teaser:

Ein Haus ist nichts ohne seinen Hausmeister. So ist es auch im Internationalen Tagungszentrum Karimu. Alexander Bese liebt es, zu sehen, wie Altes neuwertig wird. Wycliff Pressereferentin Ramona Eibach hat ihn bei seiner Arbeit besucht.

Hausmeister in Aktion

Der Boden ist abgedeckt, es riecht nach frischer Farbe. Alex ist mit Begeisterung bei der Sache. „Dieser Tagungsraum hatte es nötig,“ erklärt er. Da, wo er gerade arbeitet, ist der Unterschied deutlich zu sehen. Der Karimu-Hausmeister zeigt mir Türpfosten, die er aufgearbeitet hat. Sie sehen aus wie neu. „Ich liebe es, Altes in neuwertigen Zustand zu versetzen“, strahlt er.

Er führt mich ein Stück durch das Tagungszentrum, zählt auf, was seiner Meinung nach der Verbesserung bedarf. Unter anderem Flecken auf den Pflastersteinen gehen ihm auf die Nerven. Als er mich darauf aufmerksam macht, sehe ich ein paar Moosflechten und denke an meine Einfahrt zu Hause: Sie ist voll davon. Ich habe das als normal eingestuft. Wir gehen hinter das Haus. Hier hat Alex dem Moos schon den Garaus gemacht. Es sieht aus, wie frisch gepflastert.

Grosser Konferenzraum

Offene Augen für Verbesserungsbedarf

„Ich gehe mit offenen Augen durch das Haus: Wo bedarf etwas der Verbesserung oder Reparatur? Dadurch, dass ich aus dem Handwerk komme, fällt mir vieles auf.“ Der gelernte Dachdecker hat schon als Jugendlicher seinen älteren Geschwistern geholfen, Häuser zu bauen. „Mir wurde das Handwerk in die Wiege gelegt, dadurch, dass ich in einem Handwerkerhaushalt aufgewachsen bin.“ Schon im Alter von 22 Jahren baut Alex sein eigenes Haus. Dem Handwerk bleibt er erstmal privat treu. In seinem Job in der Logistik ist er zufrieden und denkt gar nicht daran, woandershin zu wechseln. Zweimal wird er von einer Wycliff-Mitarbeiterin auf den vakanten Hausmeisterposten im Internationalen Tagungszentrum Karimu angesprochen. „Als ich dann den zweiten Anruf bekam, merkte ich, dass mir der Job in Karimu inzwischen ein echtes Herzensanliegen geworden ist. Ich habe dann für meinen Arbeitgeber völlig überraschend meinen Resturlaub genommen und gekündigt.“

Tagungsräume sind sein Kerngeschäft: Instandhaltung, Reparaturarbeiten, Tische und Stühle für Gruppen stellen. In den Gästezimmern repariert er, was kaputt gegangen ist. 

Manchmal kümmert sich Alex auch um Notfälle. Er hilft, wenn zum Beispiel Schlüssel abhanden gekommen sind. Am meisten gefällt ihm das positive Arbeitsklima und dass er seine Kreativtät einbringen und ausleben kann. „In unserem Hof war ein unbeachteter Flecken Rasen. Jetzt ist das ein Beet, das diesen Bereich einladend macht.“ Ein Wesenszug, der sich im Privatleben auch zeigt. „Zu Hause bin ich genauso. Mein Sohn hat mich gefragt, ob ich auf der Arbeit auch so pingelig bin, wie zu Hause.“ Auf die Frage, was er nicht so gerne macht, lacht er: „ Ich hasse es Silikonfugen auszukratzen und Aschenbecher ausleeren kostet mich Überwindung.“  Aber auch da lächelt er schon wieder. „Es ist so schön, zu sehen, was ich bewirken kann. Mich begeistert einfach dieser WOW-Effekt. Mein Anspruch ist, dass Dinge wieder neu aussehen und dass Menschen Freude daran haben und sich in unserem Haus wohlfühlen.“

Karimu Hausmeister