Text vorlesen lassen
Warum ausgerechnet ich?
Auch Ronald hatte seine Zweifel.
Als er gefragt wurde, bei der Bibelübersetzung in seine eigene Sprache mitzuarbeiten, reagierte er zunächst ablehnend: „Ich hatte Angst, dass die Wahrheit über mich ans Licht kommen würde“, erzählt er. „Ich war alkoholabhängig und oft aggressiv gegenüber meiner Frau und meinen drei Kindern.“ Warum sollte gerade er Teil eines solchen Projekts sein? Trotz seiner inneren Zerrissenheit sagte er schließlich zu – eher aus Pflichtgefühl als aus Überzeugung.
Doch schon während der Ausbildung begann sich etwas zu verändern.
„Jeder Vers, den wir übersetzt haben, hat direkt zu mir gesprochen“, berichtet Ronald. „Ich habe viele davon auswendig gelernt – und ihre Kraft selbst erlebt.“ Was dann geschah, überrascht ihn selbst: „Der Alkohol, der mir früher so wichtig war, schmeckte plötzlich wie Gift. Von einem Tag auf den anderen konnte ich ihn nicht mehr ausstehen.“
Auch seine Familie spürt die Veränderung. „Ich liebe meine Frau und meine Kinder jetzt. Es ist mir wichtig geworden, dass auch sie Gottes Wort kennenlernen.“
Eine unerwartete Entdeckung
Papa Unceng suchte ebenfalls nach Antworten – allerdings auf einem ganz anderen Weg. Er praktizierte schwarze Magie und zog sich regelmäßig in den Wald zurück, um zu meditieren. Doch statt Erfüllung fand er immer wieder Unruhe, Angst und innere Leere. Auf der Suche nach Antworten schloss er sich schließlich einem Übersetzerteam der Tado (Indonesien) an.
Dort begann er, regelmäßig in der Bibel zu lesen. Eines Tages stieß er auf eine Szene aus dem Markusevangelium (Kapitel 4, Vers 39): Jesus befiehlt dem Sturm, still zu werden.
Diese Worte ließen ihn nicht mehr los.
„Seit ich nach Wissen über schwarze Magie gesucht habe, ist das das erste Mal, dass ich jemanden sehe, der den Wind allein durch Worte zum Schweigen bringen kann“, sagt Papa Unceng. „Das kann nur Jesus sein.“
Diese Erkenntnis veränderte sein Leben.
Quelle
Aus dem Wycliff-Archiv.