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Während der Covid-19-Pandemie gerät die Familie eines unserer Mitarbeiter in große Not. Arbeit gibt es nicht, die Lebensmittel werden knapp. Gerade als er nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, erreicht ihn ein unerwarteter Anruf.
Es war im Jahr 2021, während der Covid-19-Pandemie. Wie an vielen anderen Orten durften auch bei uns die Menschen nicht mehr einfach von einem Ort zum anderen gehen oder weiter weg reisen.
Für mich war das eine schwere Zeit. In meiner Familie herrschte Mangel. Ich hätte gern Arbeit gesucht, um etwas Geld zu verdienen, aber das war nicht möglich. Im Dorf gab es niemanden, der mich hätte anstellen können. Oft dachte ich auch an meine Eltern. Sie hatten ebenfalls nicht genug zum Leben. Aber ich wusste nicht, wie ich zu ihnen kommen sollte – und selbst wenn ich es geschafft hätte, hätte ich nichts gehabt, was ich ihnen hätte geben können.
So vergingen die Tage und Monate.
Eines Tages sagte meine Frau zu mir: „Lass uns mit den Kindern aufs Feld gehen und dort schlafen. Dann können wir das Reisfeld vom vergangenen Jahr bearbeiten und etwas anpflanzen.“ Also gingen meine Frau und ich mit unseren beiden Kindern aufs Feld. Dort hatten wir eine kleine Hütte, in der wir schlafen konnten. Nach einer Woche waren unsere Lebensmittel fast vollständig aufgebraucht. Wir hatten nur noch genug Reis für eine einzige Mahlzeit.
Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Anruf im richtigen Moment
Doch genau an diesem Tag geschah etwas, für das ich unserem Vater im Himmel bis heute sehr dankbar bin. Ein Pastor rief mich an.
„Ich habe etwas Erfreuliches für dich“, sagte er.
„Was denn, Pastor?“, fragte ich.
Er erzählte mir, dass Menschen aus einer Evangelisationsorganisation uns helfen wollten. Sie hatten uns 5.000.000 Dong in unserer Währung gegeben – umgerechnet etwa 33 Euro.
„In drei Tagen kannst du das Geld in der Stadt abholen“, sagte er.
Als der Anruf kam, war ich gerade dabei, das Reisfeld zu säubern. Als ich hörte, was der Pastor sagte, begann ich, unserem Vater zu danken. Ich war so glücklich, dass ich anfing zu hüpfen. Ich wusste gar nicht, wie ich meine Freude ausdrücken sollte.
Sofort erzählte ich meiner Frau davon. Auch sie war überglücklich.
Ich bin unserem Vater bis heute dankbar, dass die Hilfe genau in dem Moment kam, als unsere Familie nichts mehr hatte und wir nicht wussten, wovon wir neuen Reis kaufen sollten.
Von dem Geld konnte ich nicht nur Reis für meine eigene Familie kaufen. Ich konnte auch meinen Eltern etwas davon bringen.
Quelle
A. O. aus Südostasien